„Ziehen Sie mir das doch vom Preis ab" - die Wertanrechnung ist eines der besten Instrumente, um Entrümpelungskosten zu senken. Damit das fair abläuft, sollten Sie wissen, wie sie funktioniert.
Was ist Wertanrechnung?
Bei der Besichtigung prüft der Entrümpler, welche Gegenstände sich noch verkaufen oder verwerten lassen. Deren geschätzter Erlös wird direkt vom Angebotspreis abgezogen. Sie bekommen also kein Geld ausgezahlt, sondern zahlen von vornherein weniger.
Was wird typischerweise angerechnet?
Gut verwertbar: Massivholzmöbel, Antiquitäten, Designklassiker, funktionierende Haushaltsgeräte jüngeren Datums, Werkzeug und Maschinen, Fahrräder, Sammlungen (Münzen, Briefmarken, Schallplatten), Schmuck, gut erhaltene Markenkleidung, Bücher mit Sammlerwert.
Kaum verwertbar: Furnierte Schrankwände der 80er/90er, durchgesessene Polstermöbel, alte Röhrenfernseher, Geschirr ohne Sammlerwert, stark benutzte Matratzen. Der Wiederverkaufsmarkt dafür ist schlicht nicht vorhanden - hier fallen stattdessen Entsorgungskosten an.
So läuft die Bewertung fair ab
1. Transparenz einfordern: Lassen Sie sich im Angebot zeigen, welche Positionen angerechnet wurden. Seriöse Firmen weisen die Wertanrechnung als eigenen Posten aus.
2. Realistische Erwartungen: Angerechnet wird der erzielbare Händler-Erlös abzüglich Aufwand - nicht der einstige Neupreis und auch nicht der ideelle Wert.
3. Besondere Stücke vorab klären: Bei vermuteten Wertsachen (Gemälde, Schmuck, seltene Sammlungen) kann sich ein separates Gutachten oder der Verkauf in Eigenregie lohnen. Ein guter Entrümpler sagt Ihnen ehrlich, wenn ein Stück beim Auktionshaus besser aufgehoben ist.
Spenden statt entsorgen
Was keinen Verkaufswert hat, aber noch gut ist, muss nicht in den Container: Möbel und Hausrat gehen an soziale Einrichtungen und Sozialkaufhäuser. Das senkt die Entsorgungsmenge - und damit oft ebenfalls Ihren Preis.