Die häufigste Frage vor jeder Entrümpelung: Was wird das kosten? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an – aber worauf genau, lässt sich sehr gut eingrenzen. Hier finden Sie realistische Preisspannen, die wichtigsten Kostenfaktoren und konkrete Spartipps.
Richtwerte: Das kostet eine Entrümpelung
| Objekt | Größe | Preisspanne |
|---|---|---|
| Keller, Garage oder Dachboden | bis ca. 20 m² | 350 – 800 € |
| 1-Zimmer-Wohnung | 20 – 40 m² | 500 – 1.200 € |
| 2–3-Zimmer-Wohnung | 50 – 80 m² | 1.100 – 2.500 € |
| 4-Zimmer-Wohnung / kleines Haus | 90 – 120 m² | 2.200 – 4.500 € |
| Einfamilienhaus komplett | ab 130 m² | 3.500 – 8.000 € |
Diese Spannen gelten für normal gefüllte Objekte inklusive Räumung, Abtransport und Entsorgung. Stark vermüllte Objekte oder Messie-Wohnungen liegen darüber und werden individuell kalkuliert.
Diese 6 Faktoren bestimmen den Preis
1. Menge und Füllgrad: Entscheidend ist nicht die Wohnfläche allein, sondern das Volumen in Kubikmetern, das entsorgt werden muss. Eine spärlich möblierte 100-m²-Wohnung kann günstiger sein als ein vollgestopfter 30-m²-Keller.
2. Art der Gegenstände: Sperrmüll und Altholz sind günstig zu entsorgen, Elektrogeräte, Farben, Reifen oder Bauschutt kosten mehr. Sondermüll schlägt am stärksten zu Buche.
3. Etage und Zugänglichkeit: 4. Stock ohne Aufzug, enge Treppenhäuser oder lange Tragewege bedeuten mehr Arbeitszeit – und damit höhere Kosten.
4. Demontagen: Einbauküchen, Schrankwände, Teppichböden oder Lampen müssen erst abgebaut werden, bevor sie raus können.
5. Region und Entsorgungspreise: Die Deponie- und Verwertungskosten unterscheiden sich zwischen den hessischen Landkreisen teils deutlich.
6. Wertanrechnung: Der einzige Faktor, der den Preis senkt: Gut erhaltene Möbel, Antiquitäten oder Sammlungen werden vom Endpreis abgezogen.
5 Tipps, mit denen Sie sparen
Festpreis statt Stundenlohn vereinbaren: Nur ein Festpreis nach Besichtigung schützt vor bösen Überraschungen. Seriöse Firmen bieten die Besichtigung kostenlos an.
Wertanrechnung aktiv ansprechen: Fragen Sie konkret, was angerechnet werden kann – gerade bei Erbstücken, Werkzeug oder gut erhaltenen Möbeln.
Persönliches vorher sichern: Je klarer ist, was weg soll, desto präziser (und günstiger) das Angebot.
Steuer nutzen: 20 % der Arbeitskosten lassen sich als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen – bis zu 4.000 € pro Jahr.
Nicht nur auf den Preis schauen: Dumpingangebote enden oft mit Nachforderungen oder illegal entsorgtem Müll, für den am Ende Sie haften können. Achten Sie auf ein schriftliches Angebot mit klarem Leistungsumfang.