Eine Haushaltsauflösung ist mehr als „ausräumen“: Es geht um Fristen, Dokumente, Erinnerungsstücke und oft um viel Emotion. Mit dieser Checkliste behalten Sie den Überblick – egal ob nach einem Todesfall, vor einem Umzug ins Pflegeheim oder beim Hausverkauf.
Phase 1: Vorbereitung (2–4 Wochen vorher)
Fristen klären: Kündigungsfrist der Wohnung, Übergabetermin, ggf. Fristen aus dem Erbfall. Daraus ergibt sich Ihr Zeitplan.
Wichtige Dokumente sichern: Verträge, Versicherungsunterlagen, Urkunden, Testamente, Kontoauszüge, Fotos. Am besten in einer Kiste sammeln und mitnehmen.
Wertgegenstände identifizieren: Schmuck, Sammlungen, Antiquitäten, Bargeld – auch an ungewöhnlichen Orten suchen (Bücher, Matratzen, Keller).
Erinnerungsstücke verteilen: Klären Sie in der Familie frühzeitig, wer was behalten möchte. Das vermeidet Streit und spätere Vorwürfe.
Phase 2: Entscheiden (1–2 Wochen vorher)
Behalten – verkaufen – spenden – entsorgen: Vier Kategorien reichen. Was verkauft werden soll, fotografieren und online einstellen oder dem Entrümpler zur Wertanrechnung anbieten.
Angebote einholen: Lassen Sie das Objekt kostenlos besichtigen und vergleichen Sie Festpreise. Achten Sie darauf, dass Entsorgung und besenreine Übergabe im Preis enthalten sind.
Verträge kündigen: Strom, Gas, Wasser, Internet, Telefon, Versicherungen, Abos, GEZ – mit Stichtag zur Übergabe.
Phase 3: Durchführung
Räumungstag: Bei einer professionellen Haushaltsauflösung müssen Sie nicht anwesend sein. Das Team demontiert Möbel, trennt Wertstoffe und entsorgt fachgerecht.
Besenreine Übergabe: Zum Schluss wird gefegt, auf Wunsch grundgereinigt – und das Objekt direkt an Vermieter, Hausverwaltung oder Käufer übergeben.
Nachlauf: Zählerstände dokumentieren, Nachsendeauftrag stellen, Rechnung für die Steuer aufbewahren (haushaltsnahe Dienstleistung!).
Häufigster Fehler: zu spät anfangen
Die meisten unterschätzen den Aufwand. Ein 4-Personen-Haushalt umfasst schnell 30–50 m³ Hausrat. Wer erst eine Woche vor der Übergabe beginnt, gerät unter Druck – und Druck kostet Geld. Unser Rat: Holen Sie sich früh ein kostenloses Festpreis-Angebot, dann wissen Sie, woran Sie sind.