„Das machen wir am Wochenende selbst" - so beginnen viele Entrümpelungen. Manche enden auch so. Viele aber enden mit Rückenschmerzen, drei verlorenen Wochenenden und Kosten, die kaum unter dem Profi-Angebot liegen. Hier der ehrliche Vergleich.
Was Selbermachen wirklich kostet
Beispiel 3-Zimmer-Wohnung (75 m², normal gefüllt, ca. 25 m³ Hausrat):
Container (7 m³ Sperrmüll): je nach Region 250-450 Euro pro Stück - Sie brauchen realistisch 2-3 Container bzw. mehrere Fahrten. Transporter: 80-120 Euro pro Tag plus Sprit. Entsorgungsgebühren für Elektro, Farben, Reifen am Wertstoffhof. Helfer: Pizza und Gefallen - oder Absagen am Morgen. Zeit: ganz ehrlich: 2-4 volle Tage zu zweit, mit Demontage eher mehr.
Realistische Gesamtkosten in Eigenregie: 600-1.200 Euro plus mehrere Tage Arbeit - gegenüber einem Profi-Festpreis von etwa 1.100-2.500 Euro inklusive allem, Wertanrechnung noch nicht eingerechnet.
Die unterschätzten Risiken
Körperlich: Waschmaschinen und Schrankwände durchs Treppenhaus sind die Klassiker für Bandscheiben- und Handverletzungen.
Rechtlich: Falsch entsorgter Abfall (Elektrogeräte im Sperrmüll, Farben im Restmüll) kann Bußgelder nach sich ziehen. Und Schäden im Treppenhaus zahlen Sie selbst - Profis sind dafür versichert.
Zeitlich: Wenn die Wohnungsübergabe naht und der zweite Container erst nächste Woche kommt, wird es teuer: Jeder zusätzliche Monat Miete kostet mehr als der Aufpreis zum Profi.
Wann Selbermachen die richtige Wahl ist
Bei kleinen, klaren Aufgaben: ein Kellerabteil, eine Garage, wenige Möbelstücke mit gutem Zugang und ohne Zeitdruck. Hier reicht oft der kommunale Sperrmüll plus eine Fahrt zum Wertstoffhof.
Der Mittelweg
Vieles spricht für eine Kombination: Persönliches und Verkäufliches sortieren Sie selbst in Ruhe aus - den Rest inklusive Demontage, Abtransport, Entsorgung und besenreiner Übergabe erledigt das Profi-Team an einem Tag zum Festpreis. Genau dafür lohnt sich die kostenlose Besichtigung: Danach können Sie beide Wege mit echten Zahlen vergleichen.